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Pflanzen für das Immunsystem

30.Januar, 2018 0 Comments

Viele Pflanzen können deine Abwehrkräfte positiv beeinflussen. Dank ihren Inhaltsstoffen stärken, nähren und stimulieren sie die verschiedenen Bereiche deines Immunsystems.

Untenstehend habe ich ein paar Pflanzen ausgewählt und kurz beschrieben. Das sind bei weitem nicht alle Pflanzen. Auch Pflanzen mit Bitterstoffen, die für eine gesunde Magen- und Darmflora sorgen, oder Pflanzen mit einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen wie der Thymian, gehören dazu. Ganz zu schweigen von Pflanzen für das Nervensystem.

Pflanzliche Immunstimulantien

Immunstimulantien sind Pflanzen die das Immunsystem anregen, um auf mögliche Krankheitserreger rasch und effektiv zu reagieren.

Sie können im Vorfeld eingesetzt werden oder bei Beginn einer Erkrankung um deren Verlauf abzukürzen. Sie werden prophylaktisch nicht länger als 6-8 Wochen eingenommen, da sonst das Gegenteil eintreten kann; Eine Hemmung des Immunsystems.

Pflanzliche Immunstimulantien sollten nicht bei HIV, MS, Tuberkulose, Leukämie und Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Colitis ulcerosa, Morbus Crohn oder Rheumatoide eingesetzt werden. Es könnte zu einer Verschlimmerung führen, da sich das Immunsystem bei diesen Erkrankungen gegen den eigenen Körper richtet.


Sonnenhut (Echinacea purpurea)

Der Sonnenhut ist ursprünglich eine Heilpflanze aus Amerika. Aber schon seit Langem wird sie wegen ihren schönen Blüten in unsere Blumengärten gepflanzt.

Der Sonnenhut ist eine äusserst wirkungsvolle Pflanze, wenn es darum geht die Abwehrkräfte zu steigern.

Er ist nur in frischem Zustand heilkräftig. Getrocknet verliert er seine Wirkung. Für den Winter lassen sich aus den Blüten mit Alkohol, pflanzlichem Glyzerin oder Honig Tinkturen herstellen. In der Drogerie oder Apotheke gibt es verschiedene Echinaceatinkturen oder Frischpflanzensäfte für Erwachsene und Kinder.

 

Vitamin C Lieferanten

Vitamin C ist eines der wichtigsten Vitamine für ein gesundes Immunsystem. Es stärkt die Abwehrkräfte und beugt Infektionen vor. Während einer Erkältung oder Fieber ist der Vitamin C Bedarf deutlich erhöht.


Hagebutte (Rosa canina)

Die Hagebutte enthält sehr viel Vitamin C und dank ihrer Begleitstoffe bleibt es auch im Tee erhalten.

Im Bioladen und Reformhaus gibt es Fruchtaufstriche z.B von Sonnentor.

Vielleicht findest du auf deinen Spaziergängen ab und zu eine leuchtend orange-rote Hagebutte im Gebüsch? Nach den ersten Frösten kannst du das weiche Fruchtfleisch raus drücken und essen.

Sandorn (Hippophae rhamnoides)

Der Sanddorn ist reich an Vitamin C und vielen weiteren Vitaminen.

Im Handel gibt es reinen oder fertig gesüssten Sanddornsaft, den man löffelweise einnehmen oder über fruchtige Speisen geben kann.

Von Sonnentor gibt es einen Fruchtaufstich fürs Brot oder als Zugabe für Desserts.

Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)

Falls du einen Strauch mit schwarzen Johannisbeeren in deinem Garten hast, darfst du dich glücklich schätzen. Am besten wirken nämlich die Beeren frisch ab Strauch.

Ich habe jeweils ganz viele Beeren für den Winter eingefroren und täglich ein paar in den Smoothie oder ins Müsli gegeben.

Für den Winter gibt es ungesüssten Direkt-Saft und diverse Aufstriche (wahrscheinlich weniger wirksam, aber lecker).

Phytobiotika (Pflanzliche Antibiotika)

Da immer mehr Krankheitserreger gegen Antibiotika resistent werden und diese bekanntlich diverse Nebenwirkungen haben, werden wieder vermehrt nach pflanzlichen Alternativen gesucht. Ein riesiges und sehr spannendes Thema, was den Rahmen hier sprengen würde.

Pflanzen haben eigene Inhaltsstoffe, die antibiotisch gegen Mikroben wirken, entwickelt. Sie wirken häufig gleichzeitig gegen Viren und Pilze und stärken das Abwehrsystem.

Es gibt viele verschiedene Pflanzen in dieser Gruppe, die zur bewussten Abwehrstärkung eingesetzt werden können.

Für die ganze Familie eignet sich vor allem der Knoblauch und in schwächerer Form auch Lauch, Bärlauch und Zwiebel. Weitere Pflanzen sind z. B. Meerrettich, Kapuzinerkresse, Kapland-Pelargonie und Brunnkresse. Diese sind aber oft für kleinere Kinder oder in der Schwangerschaft weniger empfehlenswert.

Knoblauch

Zum Knoblauch habe ich ein zwiespältiges Verhältnis. Manchmal ist mir sein Duft einfach zu intensiv. Aber als Unterstützer des Immunsystems ist er einfach unschlagbar.

Seine Wirkung wird sogar mit der von Penicillin verglichen. Schwächer zwar, aber ohne Nebenwirkung. In Studien haben sie gezeigt, dass er diverse Grippeviren sehr zuverlässig abtötet. Es ist also sehr zu empfehlen in Grippezeiten viel rohen (oder gekochten) Knoblauch über Salate, auf Brote oder ins Essen geben.

Schweisstreibende Heilpflanzen (Diaphoretika)

Schweisstreibende Pflanzen erhöhen die Aktivität des Stoffwechsels und des Immunsystems. Sie können bei ersten Anzeichen einer Erkrankung eingesetzt werden, was den Ausbruch der Erkältung oder Grippe abwehren oder lindern kann.


Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Die Blüten des schwarzen Holunders wirken leicht schweisstreibend und immunstärkend. Sie werden gerne in Erkältungsteemischungen beigegeben, da sie auch sehr gut bei Husten wirken.

Die Beeren des schwarzen Holunders sind antiviral, entzündungshemmend und erhöhen die Widerstandskraft gegen krankmachende Erreger. Studien haben gezeigt, dass Holunderbeeren gleich effektiv gegen Grippeviren wirken, wie „moderne antivirale“ Mittel, nur ohne Nebenwirkungen.

Es gibt verschiedene Holundersäfte gesüsst und ungesüsst zu kaufen. Aus den Beeren und Blüten lassen sich wunderbare Sirups und Aufstriche herstellen.

Ingwer (Zingiber officinalis)

Der Ingwer hat sich bei Erkältungskrankheiten und Infektanfälligkeit bewährt. Er ist ein guter Katalysator in Teemischungen, das heisst, er unterstützt die Wirkung anderer Kräuter. Man kann ihn aber auch gut alleine trinken oder zum Würzen von Gerichten verwenden.

 

 

Das ist ein Ausschnitt aus dem Minikurs “ Mit deinem Immunsystem im Flow“. Du kannst ihn noch bis Ende Februar gratis herunter laden.

 

1.Februar, 2018

Mamani Flora

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