MamaniFlora

Liebevoll annehmen was ist

2.Mai, 2018 3 Comments

Das mit dem Rhythmus hat nicht so geklappt wie ich mir das vorgestellt habe.

Das Leben hat uns ein paar intensive Wochen geschenkt, die ziemlich an mir gerüttelt haben. Meine Schwiegermutter ist nach längerer Krankheit gestorben. Mein Mann und seine Familie haben sie in ihren letzten Wochen und besonders Tagen intensiv begleitet. Ich und die Kinder vermehrt aus der Ferne. Es ist mir oft so vorgekommen, wie wenn eine liebe Freundin am gebären ist. Ich habe ständig auf Neuigkeiten gewartet und am Ende auch auf die erlösende Nachricht. Das Handy war mehr vor meiner Nase, als mir gut getan hat. Es war intensiv für mich und auch für die Kinder. Und doch hatte dieses Erlebnis auch etwas Schönes. Meine Schwiegermutter ist so natürlich und zuversichtlich mit ihrem bevorstehendem Tod umgegangen. Und sie durfte so friedlich und entspannt hinüber gleiten. So wie wir es uns wohl alle wünschen. Die Parallelen zu einer Geburt sind gross. Im Gebären wie im Sterben geht es wohl darum sich zu entspannen und loszulassen.

Danach ging es nahtlos weiter. Mit all den Dingen die nach einem Todesfall geschehen. Von Behördlichem bis Zwischenmenschlichem.Von Schönem bis Traurigem.

Irgendwann sind die Spannungen bei den Kindern zu gross geworden und sie mussten raus. Das war bei den grösseren Beiden ein richtiger Vulkanausbruch. Wow! Es hat mich so richtig durchgeschüttelt. Jep, es war höchste Zeit die Notbremse zu ziehen. Egal was rundherum alles tobt oder getan werden muss. Die Kinder gehen vor. Um ihnen den Raum zu geben, all die Erlebnisse der letzten Wochen zu verarbeiten, habe ich hier und auf anderen Ebenen eine Pause eingelegt. Der Anfang war nicht leicht und es hat noch einige Nachbeben bei den Kindern gegeben. Aber ich bin froh, durfte es raus und musste sich keinen anderen Weg suchen. Alles was ich machen konnte war immer wieder vollkommen da zu sein und liebevoll annehmen was ist. (Was natürlich nicht immer gelungen ist 😉 )

Und auch ich brauchte Zeit um vieles in meinem Leben zu reflektieren, Veränderungen anzugehen und Entscheidungen zu treffen. Diese Pause hat mir gut getan.

In dieser Zeit habe ich auch viel Schönes erlebt. Freunde und Familienmitglieder, die einfach da waren und mir zugehört haben, wenn etwas erzählt und verarbeitet werden musste.

Und natürlich die Pflanzenwelt. Ich bin unglaublich dankbar für die intuitive Verbindung zur Pflanzenwelt. Und ich bin mir dankbar, dass ich immer wieder darauf höre. Es sind genau die richtigen Teemischungen entstanden. Die Pflanzen haben mich so gut unterstützt und begleitet. Ich bin immer wieder aufs Neue tief beeindruckt, mit wie viel Hingabe die Pflanzenwelt für uns da ist.

Und der Wald… ja der Wald hat uns alle immer wieder geerdet und aus unserem Gedanken- und Gefühlskarussell befreit. Die Waldspaziergänge mit den Kindern sind so heilsam. Egal wie angespannt die Stimmung ist, man kommt immer völlig verändert aus dem Wald raus. Geht euch das auch so?

Ich bin dankbar für diese aufwühlende Zeit. Sie war intensiv und nicht immer lustig. Aber sie war heilsam und klärend.

Nun möchte ich mit euch eine „Teemischung“ teilen, die mich begleitet hat.

Liebvolles Annehmen

Diese Mischung wirkt auf eine sanfte Weise herzöffnend und beruhigend. Sie unterstützt dich darin liebevoll anzunehmen was ist.

Grüner Hafer

Rosenblütenblätter

Weissdornblüten und -blätter

Lindenblüten

Zitronengras

Himbeerblätter

Beifuss

Ich gebe heute keine Mengenangabe an. Mische die Kräuter nach Gefühl.  Manchmal habe ich statt dem Zitronengras Kamille genommen. Kamille bringt mir immer dieses tiefe Vertrauen ins Leben und in mich.

Von der Teemischung 1-2 TL mit 2,5 dl heissem Wasser übergiessen und 5-10 Minuten ziehen lassen.

 

Ich wünsche euch von Herzen einen schönen Maianfang.

 

Mamani Flora

3 Comments

  1. Antworten

    Tina

    4.Mai, 2018

    Liebe Mamani, ich finde es wunderschön, wie du den Sterbeprozess deiner Schwiegermama beschrieben hast. Eine ebenso wertvolle Erfahrung wie die Geburt eines Menschens. Dein Beitrag kommt (wie so oft) genau zum richtigen Moment. Dieses Mal habe ich beim „grünen Hafer“ gestutzt – und zwar haben wir einiges an Getreide bei uns im Garten wachsen (eine spontane Aktion letzten Herbst, als wir von Lebensmittelmotten befallene Körner ausgesät haben). Hast du den grünen Hafer auch selbst gesammelt und getrocknet? Gibt es diesbezüglich etwas zu beachten? Liebe Grüsse, Tina

    • Antworten

      Mamani Flora

      7.Mai, 2018

      Liebe Tina. Nein, ich habe den Hafer nicht selber geerntet. Ich habe für dieses Jahr ausgesät und freue mich schon sehr in wachsen zu sehen. Der grüne Hafer wird kurz vor der Vollreife geerntet. Dann wenn er voller „Milchsaft“ ist. Das Haferstroh ist sehr Nährstoffreich und wirkt zudem beruhigend auf das Nervensystem. Die Körner mit allem rundherum haben eine noch stärkere Wirkung auf das Nervensystem, enthalten dafür etwas weniger Nährstoffe.

  2. Antworten

    Tina

    13.Mai, 2018

    Liebe Mamaniflora, vielen Dank für deine Tipps! Dann werde ich noch einen Moment warten mit Ernten und Trocknen. Liebe Grüsse 🙂

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