• Jetzt sammeln: Brennnessel

    Brennnesseln sind eine gute Pflanzen zum selber sammeln- Sie wachsen überall (gerne auch an Waldrändern), sind unverwechselbar (spätestens, wenn du ihre Brennhaare berührst, bist du dir sicher),  leicht zu trocknen und eine wertvolle Heilpflanze. Ich verwende sie weniger wegen ihrer heilkräftigen als wegen ihrer nährenden Wirkung. Die Brennnessel ist für mich mit ihren hohen Werten an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen unentbehrlich.


    Sammeln

    Sammle die Brennnesseln an einem sauberen Ort. Nicht direkt an Hundespazierrouten, Autostrassen und auf frisch gedüngten Wiesen. Sammle nur saubere und gesund aussehende Pflanzenteile.

    Hilfreich sind eine Schere und Gartenhandschuhe. Ich sammle zwar auch oft einfach mit der Hand. Die Brennhaare der Brennnessel wachsen von unten nach oben, wenn man also von der richtigen Seite aus zupackt, könnten sie einem nicht erwischen. Je nach Art der Pflanze nützt dass allerdings wenig. Es gibt unglaublich stark benadelte Nesseln. In der nähe der Brennnessel wächst zum Glück auch oft Spitzwegerich. Wenn dich die Brennnesseln zu stark erwischt haben, kannst du Spitzwegerichblätter zerreiben, bis der Saft austritt und damit über die Quadeln reiben. Der Schmerz verschwindet schnell.

    Da Brennnesseln Nitrat aus dem Boden ziehen ist es besser sie jung zu Ernten. Also bis etwa Mitte Mai. Meistens schneide ich nur die oberen Spitzen ab (Spitze und 1-2 Blattpaare), weil unten oft schon andere Lebewesen Löcher geknabbert haben. Aber das ist je nach Standort unterschiedlich.

    Ganz wichtig: Sammle in der Wildnis nie den ganzen Standort leer und nur so viel wie du für dich und deine Liebsten brauchst. Sie ist für ganz viele Lebewesen eine wichtige Nahrungsquelle.

     

    Trocknen

    Brennnesseln gehören zu den Pflanzen, die sich sehr leicht und unkompliziert trocknen lassen.  Ich binde sie mit einem Faden oder einem Gummi zu kleinen Büscheln zusammen und hänge sie mit Wäscheklammern an einer Schnur oder dem Wäscheständer auf.

    Einzelne Blätter oder kleine Brennnesselspitzen lege ich auf mein Trocknungssieb oder auf den, mit einem dünnen Tuch ausgelegten, Wäscheständer.

    Wichtig ist, dass du die Brennnesseln während dem Trocknen vor direktem Sonnenlicht schützt. Also den den Wäscheständer in eine dunklere Ecke stellen und die Schnur nicht vors Fenster hängen. Ich lasse die Brennnesseln so lange trocknen, bis sie sich knusprig anfühlen. Bei Brennnesseln merkt man wirklich gut, wenn sie trocken sind. Achte auch auf die Stängel.

     

    Aufbewahren

    Die getrockneten Blätter streife ich nun von den Stängeln ab. Kleine, feine Brennnesselspitzen lasse ich, wie sie sind. Danach fülle ich die Brennnesseln in ein grosses Glas und beschrifte sie mit dem Sammelmonat und Jahr, manchmal dem Sammelort und natürlich der Pflanze.

    Das Glas bewahre ich an einem dunklen und eher kühlen Ort auf. Zum Beispiel in einem Vorratsschrank.

    Mehr zur Brennnessel und wie ich sie anwende, erfährst du im Beitrag „Tatkräftige Brennnessel“  und unter Brennesselpower.

    Alles Liebe und viel Freude beim Sammeln.

  • Zwei Pflanzen, die du in deinem Garten lieben wirst.

    Verbringst du die schönen Tage auch mit Gartenarbeit oder dem bepflanzen von Töpfen auf dem Balkon?

    Ich möchte dir zwei wunderschöne Heilpflanzen vorstellen, die ich schon sehr lange in meinen Gärten und auch in Töpfen anpflanze. Und die auch du ganz bestimmt lieben wirst. Sie lassen sich ganz einfach aus Samen ziehen und blühen das ganze Jahr über, auch wenn man nicht unbedingt einen „grünen Daumen“ besitzt.

     

    Die Malve

    Es gibt verschiedene Sorten der Malve. Besonders schön und heilkräftig ist die mauretanische Malve. (Malva sylvestris var maruetania).

    Bienen lieben sie. Und da sie soooo viele Blüten macht, reicht es für die Bienen und dich. 

    Im Garten kann sie sehr gross werden und man sollte ihr genügend Platz geben. An windiger Lage oder bei Stürmen, stütze ich sie mit einem Ast oder Bambusstab ab.

    Wenn du sie im Topf anpflanzen möchtest, empfehle ich dir einen möglichst grossen bzw tiefen Topf. Je mehr Platz sie für die Wurzeln hat, desto grösser und kräftiger wird die Pflanze. Sie liebt einen sonnigen Standort. Je sonniger desto besser. Damit sie möglichst lange neue Blüten macht, solltest du die verwelkten Bumen und Samen regelmässig entfernen. Gegen Ende Sommer lasse ich die Samenkapseln reifen, bis sie braun sind und schon habe ich ganz viel Saatgut für den nächsten Sommer.

    Nachmittags kannst du die Blüten sammeln und im Schatten gut trocknen lassen. Frisch sehen sie wunderschön in Salaten oder auf Torten aus.  Auch die jungen Blätter und grünen Samenkapseln  sind essbar. Die dunkelviolette mauretanische Malve färbt Tees für kurze Zeit wunderschön blau. Kinder lieben dieses „Zaubergetränk. Getrocknet verwende ich sie in verschiedenen Teemischungen oder als Grundlage für Salben und Seifen.

    Ein Kaltauszug (Ein Tee mit kaltem Wasser zubereitet und mind 2h gezogen) löst die Schleimstoffe der Malve, die sich wie ein Pflaster über gereizte Schleimhäute legen. Das ist besonders bei Reizhusten, Halsschmerzen oder Magenbrennen sehr wohltuend.

    In „Malve für Weichheit und Öffnung“ findest du eine schöne Meditation mit ihr.
     

    Ringelblume – Calendula

    Eine weitere Pflanze, die ich jedem Gärtner von Herzen empfehle ist die Ringelblume  (Calendula officinalis). Ich pflanze sie mitten unter mein Gemüse und überall wo ich noch Platz für sie finde. Bienen lieben sie sehr, Schnecken meiden sie. Sie gedeiht auch gut in Töpfen. Wer nur gaaanz wenig Platz hat, kann ihre wilde Schwester zu sich einladen. Die Acker-Ringelblume (calendula arvensis). Die ist kleiner, aber genauso heilkräftig.

    Über die Ringelblume habe ich auf Mamani Flora bereits berichtet: Calendula-die Wundheilpflanze

    Ich liebe sie auch in Tees und im Essen. In Salaten, Smoothies, Fruchschalen, als Safranersatz in Risottos und Spätzli und natürlich im Gebäck. Zum Beispiel diesen Blumenkeksen und dem Löwenzahn-Ringelblumen-Kuchen.

    Auch hier gilt, für längere Blühdauer regelmässig die verwelkten Blüten abnehmen. Und gegen Ende wieder die Samen Reifen lassen und schon hat man ganz viel Saatgut für nächste Jahr.

    Ich wünsche dir wunderschöne Tage. Alles Liebe